Preiserhöhung der ESTA Gebühren
von Susanne, 05.09.2025
Wer in die USA reisen möchte, benötigt seit vielen Jahren eine elektronische Reisegenehmigung, das sogenannte ESTA.
Bisher war diese mit 21 US-Dollar vergleichsweise günstig. Ab dem 30. September 2025 ändert sich das jedoch: Die amerikanische Regierung verdoppelt die Gebühr nahezu auf 40 US-Dollar pro Antrag. Begründet wird die Anpassung damit, dass ein größerer Anteil der Einnahmen künftig in Verwaltungskosten und in den allgemeinen Staatshaushalt fließen soll, während der bisherige Teil zur Tourismusförderung unverändert bestehen bleibt.
Von der Preiserhöhung betroffen sind alle Reisenden aus den Ländern, die am Visa-Waiver-Programm teilnehmen – darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wer nicht unter dieses Programm fällt, also beispielsweise aus Indien, China oder Brasilien einreisen möchte, spürt die Auswirkungen noch deutlicher. Neben der regulären Visagebühr wird ab Oktober 2025 eine zusätzliche Abgabe in Höhe von 250 US-Dollar fällig, die sogenannte „Visa Integrity Fee“. Auch Einreisen über Land werden kostspieliger: Das bislang 6 US-Dollar teure I-94-Formular schlägt künftig mit 24 US-Dollar zu Buche.
Für Alleinreisende mag die Verteuerung zunächst überschaubar wirken. Wer jedoch als Familie oder Gruppe unterwegs ist, merkt schnell, wie stark sich die Summe vervielfacht. Während vier Personen bisher zusammen 84 US-Dollar zahlen mussten, sind es in Zukunft 160 US-Dollar. Vertreter der Tourismusbranche kritisieren die neuen Gebühren, da sie internationale Besucher abschrecken und die ohnehin schwächelnde Reiselust in Richtung USA zusätzlich dämpfen könnten.
Für alle, die in naher Zukunft eine Reise in die Vereinigten Staaten planen, lohnt es sich deshalb, den ESTA-Antrag möglichst noch vor Ende September einzureichen. So lässt sich zumindest einmalig die günstigere Gebühr von 21 US-Dollar sichern, bevor die neuen Tarife greifen.
